Die Maßnahme schließt eine bislang bestehende Versorgungslücke und stellt insbesondere für die Sicherheit von Einheimischen, Alpinisten, Wanderern und Gästen einen entscheidenden Fortschritt dar.
Gerade in diesem sensiblen hochalpinen Gebiet ist eine stabile Mobilfunkversorgung von zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht es, Notrufe jederzeit zuverlässig abzusetzen und stellt sicher, dass Rettungsdienste, Bergrettung und Feuerwehr im Ernstfall rasch, koordiniert und effizient handeln können. Auch für die Arbeitskräfte des Kraftwerksbetreibers Alperia sowie für die Einsatzkräfte vor Ort bringt die neue Infrastruktur eine deutliche Verbesserung.
Die eingesetzte DAS-Technologie erlaubt es, die Mobilfunksignale aller vier Betreiber – Iliad, TIM, Vodafone und Windtre – über ein gemeinsames Sendesystem zu übertragen. Dadurch wird eine flächendeckende Versorgung erreicht, ohne mehrere Einzelanlagen errichten zu müssen. „Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit der Gemeinde Ulten, dem Kraftwerksbetreiber Alperia, aller Mobilfunkbetreiber und der RAS konnte dieses Projekt in kurzer Zeit realisiert werden. Das System ist effizient, wirtschaftlich und trägt durch seine kompakte Bauweise wesentlich zum Schutz des sensiblen Landschaftsbildes im Ultental bei“, betont Peter Silbernagl, Präsident der RAS.
„Die Mobilfunksignale werden vom bestehenden Senderstandort der RAS in St. Nikolaus über eine leistungsfähige Glasfaseranbindung in das Versorgungsgebiet geführt, dort verstärkt und über gemeinsame Antennen in Weissbrunn und am Grünsee auf 2.550 m Meereshöhe ausgestrahlt. So entsteht eine stabile und zukunftssichere Mobilfunkversorgung, die speziell auf die besonderen topografischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen des hochalpinen Raums abgestimmt ist“, erklärt der technische Direktor der RAS Christian Canal.
„Mit der Inbetriebnahme dieser DAS-Mobilfunkanlage verbessern wir die Sicherheit im hintersten Ultental ganz wesentlich. Gerade in hochalpinen Regionen ist eine verlässliche Erreichbarkeit im Notfall unverzichtbar. Dieses Projekt zeigt, dass das Land auch abgelegene Gebiete gezielt mit moderner Infrastruktur ausstattet und damit Verantwortung für Menschen und Natur übernimmt“, unterstreicht Landeshauptmann Arno Kompatscher.
„Die neue Anlage stellt sicher, dass im Bereich der Stauseen Weißbrunn und Grünsee alle Mobilfunkbetreiber gemeinsam eine stabile Versorgung gewährleisten. Das ist ein großer Gewinn für die Einsatzkräfte, für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher sowie für den nachhaltigen Ausbau der digitalen Infrastruktur in alpinen Regionen“, erklärt RAS-Direktor Georg Plattner.