Neuer Senderstandort der RAS in Laag in Betrieb genommen

Weg von Häusern und deren Bewohnern, hinein in unbewohntes Gebiet: Diese Maxime liegt der Verlegung des Senderstandorts der Rundfunkanstalt Südtirol (RAS) in Laag zugrunde. Der neue Standort wurde am 24. November offiziell in Betrieb genommen.

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Bis dato hat die RAS einen Senderstandort in St. Florian betrieben, von dem eine ganze Reihe von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern abgestrahlt wurde. “Nachdem dieser Standort aber unmittelbar neben bewohntem Gebiet lag, war eine Verlegung über kurz oder lang unausweichlich, nicht zuletzt, um das Problem der Strahlenbelastung der Bevölkerung zu lösen”, erklärt dazu die zuständige Landesrätin Sabina Kasslatter Mur.

Nach längerer Suche nach einem neuen Standort sind die Fachleute der RAS schließlich im Naturpark Trudner Horn fündig geworden. “Der neue Standort ist aus technischer Sicht ideal, er befindet sich zudem fernab von bewohntem Gebiet, allerdings war die Genehmigungsprozedur aufgrund der hohen Auflagen im Naturpark eine aufwändige”, so die Landesrätin.

Rund vier Jahre sind deshalb zwischen Projekt und Fertigstellung vergangen, die RAS musste aufgrund des Baus im Naturpark eine ganze Reihe von Ausgleichsmaßnahmen für die Umwelt setzen. “Wir mussten etwa eine Hochspannungs-Leitung, die bisher frei verlaufen ist, unterirdisch verlegen und dazu drei Studien finanzieren: eine zur Beeinflussung des Vogelflugs durch Hochspannungsmasten, die anderen beiden über Fledermäuse”, erklärte heute RAS-Präsident Rudi Gamper.

Bereits vor seiner offiziellen Inbetriebnahme durch Landesrätin Kasslatter Mur hat sich der neue gemeinsame Senderstandort in Laag bewährt. “Der Standort ist bereits in den letzten Tagen mit der Umstellung auf die digitale Sendetechnik in Betrieb gegangen und versorgt die Haushalte mit zahlreichen öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehprogrammen”, so RAS-Direktor Georg Plattner. In den neuen Senderstandort investiert wurden rund 850.000 Euro.

(chr)
LPA

Zuletzt geändert am 27 07 2015