Internet über Satellit als Alternative

Die Corona-Krise zeigt einmal mehr, wie wichtig flächendeckende digitale Infrastruktur ist. Doch auch in dieser von Homeoffice und Videokonferenzen gekennzeichneten Zeit gibt es immer noch „weiße Flecken“ auf der Landkarte. Wer in diesen Gebieten wohnt und nicht auf das World Wide Web verzichten möchte – für den gibt es nur eine Lösung: Internet über Satellit.

Die Internet-Verbindung kommt dabei über einen geostationären Satelliten (GEO-Satelliten) zustande, der in knapp 36.000 Kilometern Höhe über dem Äquator um die Erde kreist. Aus diesem Grund ist die örtliche Beziehung zwischen Satelliten und Bodenstation immer gleich, und Daten können übertragen werden.

Der Vorteil dieser Technologie liegt klar auf der Hand: für den schnellen Zugang zum Internet ist keinerlei terrestrischer Zugang notwendig. Im Außenbereich benötigen man eine Satellitenschüssel mit einem Durchmesser von 77cm. Diese muss so platziert werden, dass sie sich in Südausrichtung befindet und „freie Sicht“ zum Himmel hat, also der Empfang weder von höheren Wohnhäusern noch Bäumen gestört wird. Nur so kann ein optimaler Datentransfer gewährleistet werden. Des Weiteren benötigt man einen rauscharmen Signalumsetzer (LNB) und ein Sat-Modem das mit der Satelliten-Antenne kommuniziert und via LAN-Kabel oder WLAN mit dem Rechner verbunden wird.

Mit der 2-Wege-Satellitenverbindung sind schnelle Geschwindigkeiten möglich. Diese liegen im Downstream, also im Empfang von Daten, zwischen 64 Kbit/s und 150 Mbit/s. Im Upstream, dem Senden von Daten, sind Übertragungsraten zwischen 64 Kbit/s und 20 Mbit/s realisierbar. Die Übertragungsgeschwindigkeiten können jedoch je nach Tarif und Provider voneinander abweichen.

Aktuell können Breitbandanschlüsse per Satellit über die Vertriebspartner Astra Connect und Tooway der beiden Satellitennetzbetreiber SES Astra und Eutelsat bezogen werden.

Zuletzt geändert am 21 05 2020