FAQ’s

Was bedeutet DVB-T?

Es steht für „Digital Video Broadcasting- Terrestrial“ und ist das digitale Antennenfernsehen. Man unterscheidet noch zwischen DVB-S („Satellite“ für die digitale Satellitenübertragung) und DVB-C („Cable“ für die digitale Kabelübertragung).

Kann DVB-T über die bestehende Antennenanlage empfangen werden?

Ja. Je nach Gegebenheit könnten jedoch auch diverse Optimierungen notwendig sein (z. B. Pegelanpassung, Entzerrung, Austausch der Kanalverstärker oder Filter, neue Ausrichtung der Empfangsantennen u. a.). Der Empfang der Hauptprogramme der RAI erfordert meist eine eigene Empfangsantenne für das Fernsehband III. Sämtliche anderen Programme, wie auch jene der RAS, sind mit einer Breitbandantenne für die Fernsehbänder IV und V empfangbar.

Wie kann ich die DVB-T Kanäle am Receiver einstellen?

Zuerst sollte ein Sendersuchlauf durchgeführt werden (meist unter: Menü/Einstellungen/Sendersuchlauf/Automatisch/Starten/Abspeichern/OK/Exit). Nach Abspeicherung der eingelesenen Programme können diese nach Wunsch in ihrer Reihenfolge sortiert werden (unter: Menü/Einstellungen/Programme sortieren, oder Favoritenliste erstellen).

Wird durch DVB-T der Elektrosmog erhöht?

Nein, denn diese neue digitale Übertragungstechnik erfordert eine geringere Sendeleistung, um einen einwandfreien Empfang zu garantieren.

Kann ich mit meinem Videorecorder weiterhin aufnehmen?

Ja, denn dieser kann mittels des „Scart“- Eingangs externe Quellen (wie von einem DVB-T- Receiver) aufnehmen. Man muss nur vorerst beim Videorecorder „AUX“ oder „AV“ (anstelle einer Programmnummer) wählen. Es muss aber sowohl der DVB-T Empfänger als auch der Videorecorder programmiert werden.

Was sind die Vorteile von DVB-T?

Weniger Elektrosmog (EMV) und damit Energieersparnis, weniger Interferenzen und Störungen, bessere Frequenz- und Kanalnutzung, verbesserte Ausleuchtung von Schattenzonen, bessere Bild- und Tonqualität, erhöhtes Programmangebot, mobiles Fernsehen, Zusatzdienste (EPG, Titel, Beschreibung und Dauer der laufenden Sendung), Möglichkeit zur Interaktivität, Gleichkanalnetze, Übertragungen in HD-Qualität, Mehrkanaltonverfahren (AC3 für Kino- Flair), Nutzung für 3D-Fernsehen.

Überträgt DVB-T auch den Videotext?

Ja, neben dem Videotext wird auch eine Vielfalt von zusätzlichen Servicedaten übertragen.

Was bedeutet SD-Qualität bei DVB-T?

SD bedeutet „Standard Definition“ (wie beim analogen Fernsehen) und hat eine Auflösung von 720 x 576 Pixeln im 16:9 Format (entspricht 0,4 Megapixel).

Was bedeutet HD-Qualität bei DVB-T?

HD bedeutet „High Definition“ und hat eine Bildauflösung von bis zu 1920×1080 Pixeln (entspricht „Full HD“ und 2,1 Megapixel). HD-Empfangsgeräte verfügen über einen integrierten Digitalempfänger, der sowohl MPEG2 (für digitales Fernsehen in Standardqualität) als auch MPEG4 (H.264, für hochauflösende Programme) wiedergeben kann.

Was bedeutet „HD ready“ oder „HDTV kompatibel“?

Bei diesen Angaben ist Vorsicht geboten, da manche Geräte nur HD Inhalte darstellen, aber nicht empfangen können. Ein Empfang ist bei diesen nur über eine externe HD Quelle möglich.

Was muss mein Fernseher zur Darstellung der hochauflösenden DVB-T Programme haben?

Er muss HD-fähig sein. Das heißt, er muss bereits einen HD-Decoder (mit dem MPEG4 / H264 – Codec versehen) integriert haben.

Welchen Anschluss brauche ich, um HD-Signale von externen Geräten anzuzeigen?

Am besten den „HDMI“- Anschluss, der eine Datenrate bis zu 5 GBit/s übertragen kann. „DVI“ oder „YUV“- Anschlüsse weisen eine geringere Datenrate und eine eingeschränkte Funktionalität auf.

Welche Videoauflösung (Format) haben die Programme der RAS in „HD“?

Die Auflösung beträgt 1280 x 720p („p“ steht für „Progressiv“ und bedeutet 50 Vollbilder pro Sekunde). Andere Betreiber benutzen auch 1920 x 1080i („i“ steht für „interlaced“ und bedeutet 25 Vollbilder pro Sekunde). Experten streiten sich darüber, welches Format die bessere Bildqualität bietet, da beide Verfahren Vor- und Nachteile haben.

Kann man über DVB-T „Dolby Digital“ empfangen?

Ja, das digitale AC3- Format (mit fünf Audiokanälen) wird, sofern im Programm enthalten, mit ausgestrahlt.

Werden auch Hörfilme für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung übertragen?

Ja, die Übertragung mittels des Zweikanaltons und die damit verbundene Audiobeschreibung (Audiodeskription) ist bei DVB-T ohne weiteres möglich. Es obliegt den jeweiligen Programmanbieter, ob sie diesen Service anbieten oder nicht.

Komme ich mit DVB-T ins Internet?

Ja, Fernsehgeräte mit dem Logo “HbbTV” können Fernsehprogramme mit Internetinhalten verknüpfen, um zusätzliche Informationen zur entsprechenden Sendung zu erhalten.

Kann man über DVB-T auch Radioprogramme hören?

Ja, sofern der Anbieter auch Radioprogramme im Sendeblock überträgt.

Kann man DVB-T auch im Auto empfangen?

Ja, sofern das Sendenetz dafür ausgelegt ist wie z.B. die beiden Sendeketten RAS1-DVB und RAS2-DVB und man über ein geeignetes DVB-T Empfangsgerät im Auto verfügt.

Unterstützt DVB-T auch „VPS“?

Nein, denn „VPS“ wurde für das analoge Fernsehen entwickelt. DVB-t sieht stattdessen den elektronischen Programmführer EPG vor, mit dem man komfortabel Aufnahmen programmieren kann, falls ein Festspeichermedium vorhanden ist.

Warum höre ich auf diversen Programmen manchmal keinen Ton?

Dies ist nur eine Einstellungssache. Man wählt im Menü unter Einstellungen, Audio, den Stereo bzw. Ton- Mode 1 (oder A) aus und speichert ihn ab. Falls dies nicht hilft, könnte es nötig sein, „Dolby Digital AC3“ zu deaktivieren. Bei manchen Geräten befindet sich für diese Optionen eine eigene Audiotaste auf der Fernbedienung.

Kann man die DVB-T Programme der RAS unbegrenzt und überall empfangen?

Ja, sofern der Empfangsort abgedeckt ist, das Empfangsgerät kompatibel und das Signal der Dachantenne den qualitativen Mindestanforderungen entspricht. Einschränkungen kann es bei einem internen oder mobilen Empfang geben, da diese Empfangsarten eine viel höhere Sendeleistung verlangen.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei den DVB-T Empfängern?

Ja, es wurden zahlreiche Unterschiede bei der Eingangsempfindlichkeit, Störfestigkeit, Programmstabilität, Lippensynchronität, den Softwarefehlern und dem Stromverbrauch festgestellt.

Was ist DVB-T2?

Es ist eine Weiterentwicklung von DVB-T. Mit Veröffentlichung des neuen Standards im September 2009 wurden Verbesserungen im Bereich der Kanaleffizienz, Robustheit, Abdeckung, Flexibilität und der Zusatzdienste angestrebt. Können über DVB-T (mit H264) bisher 6 TV-Programme im SD-Format bzw. 3 im HD-Format in guter Qualität übertragen werden, so sind über DVB-T2 in einem Fernsehkanal maximal 12 TV- Programme im SD-Format, bzw. 6 im HD-Format übertragbar. Dies wird auch durch das neue, effizientere Videokompressionsverfahren HEVC (H265) ermöglicht.

Kann mein DVB-T Empfänger auch DVB-T2 Programme empfangen?

Nein, dieser muss durch ein neues Gerät ersetzt werden.

Kann ich mit einem neuen DVB-T2 Empfänger meine DVB-T Programme weiterhin empfangen?

Ja, denn die neuen Geräte empfangen beide Standards.

Kann ich mit DVB-T2 meinen Flachbildschirm oder Röhrenfernseher weiterhin benutzen?

Sofern der DVB-T2-Reciver einen passenden Signalausgang für die bezogenen Geräte verfügt, können diese problemlos eingesetzt werden. Nicht alle Geräte werden jedoch die hochauflösenden Fernsehprogramme anzeigen können. Voraussetzung für einen Röhrenfernseher ist, dass dieser und auch der Receiver einen genormten Scart- Anschluss besitzen (das Bild wird dabei auf den PAL- Standard heruntergerechnet, dieser ist: 768 x 576 Bildpunkte).

Muss meine Antennenanlage mit DVB-T2 angepasst werden?

Nein, in der Regel sind keine Änderungen notwendig (bis auf ein eventuelles „Reset“ oder einen neuen Sendersuchlauf). Bei Gemeinschaftsanlagen könnte es – sofern die Anlage nicht entsprechend aufgebaut ist – notwendig sein eine Anpassung durchzuführen.

Wann wird DVB-T2 im Handel Pflicht?

Ab Januar 2017 müssen alle zum Verkauf bestimmten neuen TV- Geräte einen DVB-T2-Tuner mit HEVC integriert haben.

Gibt es in Südtirol bereits Programme in DVB-T2?

Nein aktuell noch nicht, jedoch wird die RAS noch innerhalb 2016 mit den ersten Testabstrahlungen beginnen. 

Was ist HbbTV?

HbbTV  steht für „Hybrid Broadcasting Broadband TV“ und bedeutet, dass es möglich ist, über verschiedene TV- Empfangswege (Hybrid- Broadcasting) und Breitband (Broadband), neue Arten von Services und Informationen am Fernseher anzubieten. Eine Art Verschmelzung von Fernsehen und Internet. Mit HbbTV wird die Funktionalität vom bereits bekannten Videotext modernisiert. Ein Druck auf den „Red Button“ genügt und das Programm zeigt auf dem TV-Schirm diverse programmbegleitende Zusatzinfos und Dienste, wie z.B.: Video on Demand, Wetter, Rezepte, News, Shoppingmöglichkeiten, Werbung, Echtzeit- Votings, Interaktion mit sozialen Netzwerken und beliebten Internet- Seiten. Voraussetzung für diese Funktion ist ein dafür geeignetes Gerät und eine Internet- Verbindung (WLAN/LAN).

Was bedeutet UHD-TV oder 4K-TV?

UHD ist eine vierfache Full-HD-Auflösung und entspricht einem Bild mit 8.294.400 Pixeln (3840 x 2160). Umgangssprachlich wird der Begriff 4K (welcher eigentlich für digitale Kinos „DCI“  benutzt wird) für diverse „Ultra High Definition“-  Produkte verwendet. Technisch sind 4K und UHD jedoch nicht genau das gleiche. Die folgenden Angaben stellen die verschiedenen 4K- Auflösungen dar: „native 4K“ (4096 x 2160 = 8.847.360 Pixel), „widescreen standard 4K“ (3996 x 2160 = 8.631.360 Pixel) und „anamorphic standard 4K“ ( 4096 x 1716 = 7.028.736 Pixel).

Worauf muss ich beim Kauf eines neuen UHD/4K- Fernsehers mit Terrestrisch und Sat- Empfang achten?

Dieser sollte mit einem aktuellen Tuner mit DVB-T2 und DVB-S2 samt dem HEVC- Codec ausgestattet sein. Auch sollte er für den Anschluss von UHD/4K Blu-ray Playern über HDMI 2.0- Anschlüsse (ultraschnelle Datenraten von bis zu 18 Gbit/s) und den Kopierschutz HDCP 2.2 (High- Bandwidth Digital Content Protection, für das 4K/UHD- Material) verfügen. Für eine externe Festplatte sollte er USB 3.0- Anschlüsse (bis zu 500 MB pro Sekunde) haben (diese sind im Verhältnis zu USB 2.0 schneller und mit dem doppelten Strom belastbar, bis zu 1000 mA). Wichtig ist zudem, dass der HEVC- Codec uneingeschränkt und in Echtzeit auch genutzt werden kann (bei DVB-T2, DVB-S2, HDMI und USB). Es gibt je nach Bedarf eine weitere Vielzahl an Ausstattungen, einige davon wären: doppelten CI+ Slot (Common Interface für Smartcards,  zum Empfang von codierten TV und Radioprogrammen), 3D- Modus (für dreidimensionale Bildwiedergabe), Sprach- oder Gestensteuerung  (für eine erleichterte Bedienung), Bluetooth (für diverse kabellose Geräte- Anbindungen),   Internet (WLAN/LAN- Anbindung mit integriertem Webbrowser und APPS), HbbTV 2.0 (für programmbegleitende Infos), CEC (Consumer Electronics Control, zur bidirektionalen Steuerung von Zusatzgeräten mittels dem HDMI- Anschluss).

Was ist HEVC?

HEVC bedeutet „High Efficiency Video Coding“ und wird zum starken Komprimieren von Videoinhalten benutzt. Dieser Codec ist auch bekannt als H265 oder MPEG5 und bildet den Nachfolger von H264 (oder MPEG4). Da bei diesem die Effizienz gegenüber dem Vorgänger um 50 % besser ist, findet dieser speziell bei UHD/4K-  Auflösungen Anwendung (DVB-T2, DVB-S2, Camcorder, Blu-ray Players, Smartphones, Tablets, Laptops, PC, usw.).

Was ist Netflix?

Es ist ein Streaming-Dienst-Anbieter (wie auch Amazon, TIMvision, Mediaset Infinity und Sky Online) welcher Filme und Serien per Streaming  anbietet (Abonnement und Smart- TV vorausgesetzt).

Zuletzt geändert am 26 04 2016