FAQ’s

Was bedeutet DVB-T2?

Es steht für den Nachfolgestandard von „Digital Video Broadcasting- Terrestrial“ und ist die zweite Generation vom digitalen Antennenfernsehen.

Wieso muss auf DVB-T2 umgestellt werden?

Europäische Vorschriften zwingen die Sendeanstalten zum Technologiewechsel. Durch die effizientere Technik werden Fernsehkanäle für 5G Mobilfunkanwendungen frei.

Kann DVB-T2 über die bestehende Antennenanlage empfangen werden?

Ja. Je nach Gegebenheit könnten jedoch auch diverse Optimierungen notwendig sein (z. B. Pegelanpassung, Entzerrung, Austausch der Kanalverstärker oder Filter, neue Ausrichtung der Empfangsantennen u. a.). Sämtliche Programme, wie auch jene der RAS, werden mit einer einzigen Breitbandantenne für die Fernsehbänder IV und V empfangbar sein.

Wie kann ich die DVB-T2 Kanäle am Receiver einstellen?

Zuerst sollte ein Sendersuchlauf durchgeführt werden (meist unter: Menü/Einstellungen/Sendersuchlauf/Automatisch/Starten/Abspeichern/OK/Exit). Nach Abspeicherung der eingelesenen Programme können diese nach Wunsch in ihrer Reihenfolge sortiert werden (unter: Menü/Einstellungen/Programme sortieren, oder Favoritenliste erstellen).

Wird durch DVB-T2 der Elektrosmog erhöht?

Nein, im Gegenteil, denn diese neue digitale Übertragungstechnik erfordert weniger Sendekanäle für den selben Inhalt.

Überträgt DVB-T2 auch den Videotext?

Ja, neben dem Videotext wird auch eine Vielfalt von zusätzlichen Servicedaten übertragen.

Welche Eigenschaften benötigt das Fernsehgerät zur Darstellung der hochauflösenden Programme?

Er muss HD-fähig sein. Das heißt, er muss bereits einen HD-Decoder (mit dem MPEG5 / H265 – Codec versehen) integriert haben.

Was bedeutet HD-Qualität bei DVB-T2?

HD bedeutet „High Definition“ und hat eine Bildauflösung von bis zu 1920×1080 Pixeln (entspricht „Full HD“ und 2,1 Megapixel). HD-Empfangsgeräte verfügen über einen integrierten Digitalempfänger, der sowohl MPEG2 (für digitales Fernsehen in Standardqualität) als auch MPEG4 (H.264, für hochauflösende Programme) wiedergeben kann.

Was bedeutet „HD ready“ oder „HDTV kompatibel“?

Bei diesen Angaben ist Vorsicht geboten, da manche Geräte nur HD Inhalte darstellen, aber nicht empfangen können. Ein Empfang ist bei diesen nur über eine externe HD Quelle möglich.

Was muss mein Fernseher zur Darstellung der hochauflösenden DVB-T2 Programme haben?

Er muss HD-fähig sein. Das heißt, es muss bereits einen HD-Decoder (mit dem MPEG5 / H265 – Codec versehen) integriert haben.

Welchen Anschluss brauche ich, um HD-Signale von externen Geräten anzuzeigen?

Am besten den „HDMI“- Anschluss, der eine Datenrate bis zu 5 GBit/s übertragen kann. „DVI“ oder „YUV“- Anschlüsse weisen eine geringere Datenrate und eine eingeschränkte Funktionalität auf.

Kann man über DVB-T2 „Dolby Digital“ empfangen?

Ja, das digitale AC3- Format (mit fünf Audiokanälen) wird, sofern im Programm enthalten, mit ausgestrahlt.

Werden auch Hörfilme für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung übertragen?

Ja, die Übertragung mittels des Zweikanaltons und die damit verbundene Audiobeschreibung ist bei DVB-T2 möglich. Es obliegt den jeweiligen Programmanbietern, ob sie diesen Service anbieten oder nicht.

Komme ich mit DVB-T2 ins Internet?

Ja, Fernsehgeräte mit dem Logo “HbbTV” können Fernsehprogramme mit Internetinhalten verknüpfen, um zusätzliche Informationen zur laufenden Sendung zu erhalten.

Was ist HbbTV bei DVB-T2?

HbbTV  steht für „Hybrid Broadcasting Broadband TV“ und bedeutet, dass es möglich ist, über verschiedene TV- Empfangswege (Hybrid- Broadcasting) und Breitband (Broadband), neue Arten von Services und Informationen am Fernseher anzubieten. Eine Art Verschmelzung von Fernsehen und Internet. Mit HbbTV wird die Funktionalität vom bereits bekannten Videotext modernisiert. Ein Druck auf den „Red Button“ genügt und das Programm zeigt auf dem TV-Schirm diverse programmbegleitende Zusatzinfos und Dienste, wie z.B.: Video on Demand, Wetter, Rezepte, News, Shoppingmöglichkeiten, Werbung, Echtzeit- Votings, Interaktion mit sozialen Netzwerken und beliebten Internet- Seiten. Voraussetzung für diese Funktion ist ein dafür geeignetes Gerät und eine Internet- Verbindung (WLAN/LAN).

Kann man über DVB-T2 auch Radioprogramme hören?

Ja, sofern der Anbieter auch Radioprogramme im Sendeblock überträgt.

Kann man DVB-T2 auch im Auto empfangen?

Ja, sofern das Sendenetz dafür ausgelegt ist und man über ein geeignetes DVB-T2 Empfangsgerät im Auto verfügt.

Warum höre ich auf diversen Programmen manchmal keinen Ton?

Dies ist nur eine Einstellungssache. Man wählt im Menü unter Einstellungen, Audio, den Stereo bzw. Ton- Mode 1 (oder A) aus und speichert ihn ab. Falls dies nicht hilft, könnte es nötig sein, „Dolby Digital AC3“ zu deaktivieren. Bei manchen Geräten befindet sich für diese Optionen eine eigene Audiotaste auf der Fernbedienung.

Kann man die DVB-T2 Programme der RAS unbegrenzt und überall empfangen?

Ja, sofern der Empfangsort abgedeckt ist, das Empfangsgerät kompatibel und das Signal der Dachantenne den qualitativen Mindestanforderungen entspricht. Einschränkungen kann es bei einem internen oder mobilen Empfang geben, da diese Empfangsarten eine viel höhere Sendeleistung verlangen.

Gibt es Qualitätsunterschiede bei den DVB-T2 Empfängern?

Ja, es wurden zahlreiche Unterschiede bei der Eingangsempfindlichkeit, Störfestigkeit, Programmstabilität, Lippensynchronität, den Softwarefehlern und dem Stromverbrauch festgestellt.

Kann mein DVB-T Empfänger auch DVB-T2 Programme empfangen?

Nein, dieser muss durch ein neues Gerät ersetzt werden.

Kann ich mit einem neuen DVB-T2 Empfänger meine DVB-T Programme weiterhin empfangen?

Ja, denn die neuen Geräte empfangen beide Standards.

Gibt es in Südtirol bereits Programme in DVB-T2?

Ja. Die RAS betreibt auf den Hauptsenderstandorten bereits jetzt Testsendungen um den neuen Standard zu erproben. (Siehe Testsendungen DVB-T2)

Was bedeutet HDR bei DVB-T2?

HDR (High Dynamic Range) steht für eine höhere Farb-Kontrast-Darstellung. Das Gesamtbild kann damit brillanter und detailreicher dargestellt werden.

Was bedeutet HD, UHD-TV oder 4K-TV bei DVB-T2?

HD bedeutet „High Definition“ und hat eine Bildauflösung von 1920×1080 Pixeln (entspricht „Full HD“ und 2,1 Megapixel). UHD ist eine vierfache Full-HD-Auflösung und entspricht einem Bild mit 8.294.400 Pixeln (3840 x 2160). Umgangssprachlich wird der Begriff 4K (welcher eigentlich für digitale Kinos „DCI“  benutzt wird) für diverse „Ultra High Definition“-  Produkte verwendet. Technisch sind 4K und UHD jedoch nicht genau das gleiche. Die folgenden Angaben stellen die verschiedenen 4K- Auflösungen dar: „native 4K“ (4096 x 2160 = 8.847.360 Pixel), „widescreen standard 4K“ (3996 x 2160 = 8.631.360 Pixel) und „anamorphic standard 4K“ ( 4096 x 1716 = 7.028.736 Pixel).

Worauf muss ich beim Kauf eines neuen UHD/4K- Fernsehers mit terrestrischem und Sat- Empfang achten?

Dieser sollte mit einem aktuellen Tuner mit DVB-T2 und DVB-S2 samt dem HEVC- Codec ausgestattet sein. Auch sollte er für den Anschluss von UHD/4K Blu-ray Playern über HDMI 2.0- Anschlüsse (unterstützt ultraschnelle Datenraten von bis zu 18 Gbit/s) und den Kopierschutz HDCP 2.2 (High- Bandwidth Digital Content Protection, für das 4K/UHD- Material) verfügen. Für eine externe Festplatte sollte er USB 3.0- Anschlüsse (bis zu 500 MB pro Sekunde) haben (diese sind im Verhältnis zu USB 2.0 schneller und mit dem doppelten Strom belastbar, bis zu 1000 mA). Wichtig ist zudem, dass der HEVC- Codec uneingeschränkt und in Echtzeit auch genutzt werden kann (bei DVB-T2, DVB-S2, HDMI und USB). Es gibt je nach Bedarf eine weitere Vielzahl an Ausstattungen, einige davon wären: doppelten CI+ Slot (Common Interface für Smartcards,  zum Empfang von codierten TV und Radioprogrammen), 3D- Modus (für dreidimensionale Bildwiedergabe), Sprach- oder Gestensteuerung  (für eine erleichterte Bedienung), Bluetooth (für diverse kabellose Geräte- Anbindungen),   Internet (WLAN/LAN- Anbindung mit integriertem Webbrowser und APPS), HbbTV 2.0 (für programmbegleitende Infos), CEC (Consumer Electronics Control, zur bidirektionalen Steuerung von Zusatzgeräten mittels dem HDMI- Anschluss).

Was ist HEVC?

HEVC bedeutet „High Efficiency Video Coding“ und wird zum starken Komprimieren von Videoinhalten benutzt. Dieser Codec ist auch bekannt als H265 oder MPEG5 und bildet den Nachfolger von H264 (oder MPEG4). Da bei diesem die Effizienz gegenüber dem Vorgänger um 50 % besser ist, findet dieser speziell bei UHD/4K-  Auflösungen Anwendung (DVB-T2, DVB-S2, Camcorder, Blu-ray Players, Smartphones, Tablets, Laptops, PC, usw.).

Zuletzt geändert am 14 02 2020