Breitband für 90 Prozent der Südtiroler Bevölkerung bis Ende 09 – Internet auch via Satellit

“Bis Ende des Jahres können neun von zehn Südtirolern auf eine Anbindung an das Breitbandnetz zählen.” Dieses Ziel gibt Landesrat Florian Mussner vor, in dessen Ressort die Breitband-Erschließung Südtirols fällt. Mehr noch: “Für die restlichen zehn Prozent kommt eine herkömmliche Anbindung technisch nicht in Frage, weshalb wir auf eine Anbindung über Satellit setzen”, so Mussner.

90 Prozent der Bevölkerung und 95 Prozent der Betriebe: Dies sind die Eckdaten, die die Landesregierung bereits vor Jahren für die Breitband-Anbindung und für Ende 2009 vorgegeben hat. “Wir sind dabei diese Ziele zu erreichen und rechnen bis Ende des Jahres mit einer Abdeckung von sogar mehr als 90 Prozent der Bevölkerung”, so Mussner. “Schon unter meinem Vorgänger in diesem Bereich, Landesrat Hans Berger, ist sehr viel in die Breitband-Erschließung investiert worden und der Ausbau wurde nun noch weiter forciert”, erklärt Mussner.

Als Beispiele nennt der Landesrat die Vervollständigung des Landestelekommunikationsnetzes, im Rahmen derer noch im laufenden Jahr die Breitband-Verbindungen zwischen Meran und St. Leonhard, Bruneck und Sand in Taufers, St. Lorenzen und Stern, Lana und St. Walburg, Auer und Salurn sowie Auer, Tramin und Eppan geplant wird. “Zudem führen wir verschiedene Arbeiten etwa auf dem Ritten, in Kastelruth oder im gesamten oberen Vinschgau durch”, erklärt Mussner, der auch auf einen Zusatzauftrag verweist. “Neben den bereits im Rahmen der entsprechenden Ausschreibung angeschlossenen 44 Gemeinden wird derzeit an der kabellosen Anbindung weiterer 46 Gemeinden und Fraktionen gearbeitet, die bis Dezember 2009 erreicht sein wird”, so der Landesrat.

Dem Teil der Bevölkerung, der weder einen klassischen noch einen kabellosen Zugang zu schnellem Internet erhält, solle eine Anbindung per Satellit ermöglicht werden, so Mussner. Meist handle es sich um entlegene Höfe und Weiler, die derzeit vom zuständigen Landesamt für Infrastrukturen und Umweltanlagen erfasst werden. Die Anbindung ans schnelle Internet vergleicht der Landesrat mit dem Straßenbau. “Auch dort müssen wir dafür sorgen, dass jedem eine zeitgemäße Verbindung zur Verfügung steht”, so Mussner, der betont, dass ein moderner Anschluss ans Internet jedem Privaten vor allem aber den Wirtschaftstreibenden garantiert werden müsse. “Nur so können diese wettbewerbsfähig bleiben”, so der Landesrat.

 
LPA

Zuletzt geändert am 27 07 2015