Ras Rundfunk - Anstalt Südtirol
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Elektromagnetische Verträglichkeit in Bezug auf die Umwelt (EMVU)

Der Rundfunk-Anstalt Südtirol RAS ist die Ernsthaftigkeit der Thematik der elektromagnetischen Verträglichkeit in Bezug auf die Umwelt bewußt. Die Angst unspürbarer und unsichtbarer Strahleneinwirkung auf den Menschen - öfters als "Elektrosmog" umschrieben - wird immer größer. Verschiedenste Unbehagen und Krankheiten werden oft den elektromagnetischen Feldern durch die Stromversorgung oder den Radiowellen zugeschrieben. So kommt Spannungsfreischaltung in Wohnräumen immer mehr in Mode (Bioinstallation). Dass elektromagnetische Felder den menschlichen Körper beeinflussen, steht außer Frage. Bestrahlung in verschiedenen Frequenzbereichen bei unterschiedlichen Gebrechen oder Röntgenstrahlen können helfen, aber auch schaden. Inwieweit die Stärke solcher Felder gefährlich oder ungefährlich ist, ist in zahlreichen Studien erforscht worden. Eine klare Grenze konnte aber trotz intensiver Forschung nicht definiert werden. Die Fachliteratur nennt eine Vielzahl von Ergebnissen, aus denen man einander widersprechende Schlußfolgerungen ziehen kann. Gerade die Widersprüchlichkeit ist es, die es einem so schwer macht, darüber zu urteilen, ob und inwiefern elektromagnetische Wellen schädlich sind. Auch der Einfluß verschiedener Umweltfaktoren, wie z.B. Umfeld, Luftverschmutzung und Streß, konnte in Langzeitstudien nicht ausgeschlossen und abgegrenzt werden. Die Wissenschaft konnte so keine eindeutige, gesicherte Antwort auf die Frage des Zusammenhanges zwischen dem "Elektrosmog" und der menschlichen Gesundheit geben. Es wäre gut zu wissen, dass oberhalb einer gewissen Schwelle gesundheitliche Störungen mit berechenbarer Sicherheit auftreten und unterhalb derselben nicht. Es bräuchten sich die Menschen nur nach diesen Werten zu richten, um beschwerdefrei die Vorzüge der drahtlosen Kommunikation nützen zu können. Ein Bereich, der stark mit dieser Thematik verbunden ist, ist jener der Psychologie. In Fällen, in denen die psychologische Komponente überwiegt, ist eine objektive Betrachtung eines gegebenen Problems unmöglich. Plötzlich führt die bloße Anwesenheit eines Sendemastens in der Nähe zu Unbehagen, egal ob dieser überhaupt sendet oder nicht. In manchen Fällen kann sich dieses Unbehagen bis zu einer Krankheit steigern.

In obiger Abbildung, in der das Frequenzspektrum zu sehen ist, sind die Frequenzbereiche, in denen die RAS ihre Anlagen betreibt, grün evidenziert. Für sie gelten die weiter unten angeführten Grenzwerte, wie sie vom italienischen Gesetzesdekret Nr. 381 vom 10.09.1998 vorgeschrieben sind. An zahlreichen Sendeanlagen und in deren Versorgungsgebieten wurden Messungen durchgeführt, um die elektrischen Feldstärken zu erheben (einige Beispiele sind nachstehend veröffentlicht). Aufgrund der geringen Sendeleistungen fallen diese bereits innerhalb der Umzäunung der Anlagen auf Werte unterhalb der gesetzlich zulässigen Feldstärken ab. In den versorgten Ortschaften, betragen die Feldstärken nur noch Bruchteile davon. Da für einen einwandfreien Fernsehempfang die direkte Sicht zur Anlage notwendig ist, ist unser Sendernetz entsprechend kapillar aufgebaut. Im Gegensatz zu flachen Gebieten wo wenige leistungsstarke Sender weite Flächen versorgen, ist aufgrund der geographischen Struktur unseres Landes gleiches nicht möglich, da schon bald ein Berg oder ein Hügel die Sicht zur Anlage nimmt. So basiert unser Netz auf mehreren Anlagen mit geringer Leistung. Es sind somit in der unmittelbaren Umgebung der Umsetzeranlage auch die Feldstärken geringer. So strahlen Fernsehsender für Großraumversorgung in ebenen Gebieten mit Sendeleistungen bis zu 20.000 Watt. Zum Vergleich: Der leistungsstärkste Sender der RAS am Penegal, der sich auf 1700 m über NN auf der Mendel befindet (also weit außerhalb jeden bewohnten Gebietes), sendet mit einer Leistung von 1.500 Watt. Er versorgt dabei ganz Bozen, das Südtiroler Unterland, weite Teile des Schlerngebietes, Rittens und des Tschöggelberges, sowie zahlreiche andere Gebiete.

Damit ein Wildwuchs an Sendemasten möglichst vermieden wird, ist das Land Südtirol bestrebt, Funkdienste jeglicher Art in den Infrastrukturen der RAS aufzunehmen. So können in Zukunft neben der RAI vermehrt auch private Fernseh- und Hörfunkbetreiber sowie Telefonnetzbetreiber und Funkdienste bei der RAS untergebracht werden. Da sich unsere Umsetzeranlagen nicht in den Ortschaften, sondern immer außerhalb derselben befinden, ist es auch gewährleistet, dass sich die Feldstärken der anderen Funkdienste im betroffenen Dorf oder in der jeweiligen Stadt unter den Grenzwerten befinden.

Sollten Sie spezielle Fragen zu diesem Thema haben, kontaktieren Sie uns. Der zuständige Techniker wird Ihnen gerne Auskunft geben.